Kenia-Reise im Frühjahr 2022

Bericht von Sissi Closs und Reent Bruns

Nach längerer Zeit ohne einen Besuch in Kilifi freuten wir uns umso mehr, im Februar endlich wieder nach Kenia reisen zu können! Neben WEIKE-Mitgliedern waren auch das Projekt-Team und die Studierenden des VIEL-Projekts dabei, der Hochschulkooperation zwischen der Hochschule Karlsruhe und der PWANI University in Kilifi.

Wir freuen uns, einen Einblick in eine spannende, erfolgreiche und schöne Woche zu geben:

Dabei waren

WEIKE:

  • Reent Bruns
  • Sissi Closs

Projekt VIEL (Virtual International Exchange and Learning)

Projektteam:

  • Yvonne Cleary (Professorin Technische Kommunikation, University Limerick)
  • Sissi Closs
  • Belinda Oechsler

Studierende:

  • Grecia Hernandez Susan Saleh
  • Ivan Santos

Abflug

Mittwoch, 23.2.2022, 19:30 Uhr von Frankfurt mit Sissi, Reent und Yvonne.

Donnerstag, 24. Februar 2022

Ankunft: 06:05 Uhr in Mombasa. Wir werden von Sifah und Lenox abgeholt. Bei Yvonne dauert es etwas länger, nach ca. 1 Std sind wir alle da und fahren zum Mnarani Club.
Wir sind sehr froh. Trotz Corona, Touristen-Wegfall und 8 Monaten Schließung hat es das Hotel geschafft, im Februar wieder zu öffnen und wir können wieder in dieses Paradies. Auf der Fahrt fällt uns auf, dass es offensichtlich viel Trockenheit gab. Aber zum Glück scheint alles andere ziemlich intakt.

Schon am Nachmittag haben wir den ersten Termin an der Pwani Universität. Alles läuft sehr gut. Wir klären die Punkte, die für unser VIEL Event am 1. März noch erledigt müssen.

Freitag, 25. Februar 2021

Wir treffen uns mit den Studierenden und dem Pwani-Team auf unserem Feld. Wir sind mächtig aufgeregt: was ist in 2 Jahren geschehen?

Und dann die Riesenüberraschung. Schon von weitem leuchtet eine grüne Oase aus dem trockenen, sandigen Gelände. Das ist unser Feld 😊.

Treffen mit WEIKE-Frauen auf unserem Feld
Treffen mit den WEIKE-Frauen auf unserem Feld unter dem Nim Tree
Treffen mit den WEIKE-Frauen auf unserem Feld unter dem Nim Tree

Erforderliche Reparaturen

Solarpanel

Schon vor unserer Reise haben die Solar-Panel nicht mehr genug Strom für unsere Pumpe geliefert. Glücklicherweise konnten wir mit dem Geschäft, in dem Reent 2020 die Panels gekauft hat, vereinbaren, dass sie nach so kurzer Zeit (nicht einmal 2 Jahre) die Solarpanel kostenlos reparieren. Die reparierten Solarpanel sind wieder installiert und funktionieren.

Tank-Ventil

Außerdem war ein Ventil vom großen Tank zu einem der kleineren Tanks kaputt, so dass kein Wasser mehr vom großen in den kleinen Tank transportiert wurde. Wir konnten das Ventil schnell austauschen. Die Zufuhr funktioniert wieder.

Frauen der Generation I, die WEIKE verlassen haben

Wir erfahren, dass ein Großteil der Frauen von Generation I 2020 im Herbst 2021 ihre Parzelle aus unterschiedlichen Gründen schon weitergegeben haben.
Zwei von Generation 1 sind noch geblieben, Lilian und Kabamba. Die anderen haben entweder eine Arbeitsstelle / Ausbildung bekommen oder sind aus Mnarani weggezogen oder sind aus privaten Gründen nicht mehr dabei.

Frauen, die am Training Programm der Regierung teilgenommen haben:

Karisa Asma

Maghanga Doreen Mbawa

Mwango Amina

Safari Saumu

Santa Loice

Weitere Wechsel

  • Angaiya Eunice hat kein Interesse am Projekt mehr
  • Kahindi Furaha Chea muss sich um ihren behinderten Mann kümmern
  • Kenga Grace und Moses Riziki haben das Dorf verlassen
  • Pendo Lulu hat einen Teilzeitjob gefunden
  • Zeitun Omar hat geheiratet
  • Umazi Julia hat einen Teilzeitjob gefunden

Julia Umazi kommt strahlend zum Feld und erzählt von ihrem gelungenen Weiterkommen. Sie ist 33 Jahre, hat sechs Kinder, die älteste ist siebzehn, der jüngste 4 Jahre alt.
Mit dem Projekt hat sie es geschafft, Geld zu verdienen, ein eigenes Smartphone zu kaufen und schließlich den Teilzeitjob zu bekommen. Sie sagt uns, dass sie durch das Projekt wieder einen Platz in der Gesellschaft bekommen hat und überglücklich ist.

Frauen Generation II

Die neuen Frauen sind alle sehr glücklich, dass sie dabei sein können. Sie füllen die Bewerbungsformulare mit ihren Daten aus. Die neuen Frauen sind:

  • Elisabeth Mganga
  • Faida Riama
  • Claris Sidi Kenga
  • Mapenzi Kanzungu
  • Lilian Charo
  • Lillian Kalu Kajay (aus Genration I)
  • Bendera Charo (aus Genration I)
  • Sakina Ali
  • Sharon Kirwa
  • Christine Dama
  • Esther Mopenza
  • Saumu Mambo
  • Petra Mapenzi
  • Leah Mwangudza

Zustand Feld

Die Parzellen sind in einem sehr guten Zustand. Die Frauen pflanzen sehr sorgfältig die Samen. Die Pflanzen gedeihen prächtig.

Aktuelle Bepflanzung mit Spinat
Treffen mit den WEIKE-Frauen am großen Tank

Wichtige Ereignisse

Angebot für die Region

2021 herrschte eine große Trockenheit in der Region Kilifi. Sogar auf den Märkten konnte kein frisches Gemüse mehr angeboten werden.
Dank dem Brunnen konnten die WEIKE-Frauen kontinuierlich anbauen und ernten. Das hat dazu geführt, dass im Umkreis viele kamen, um hier ihr Gemüse und ihre Früchte zu kaufen. Viele kommen heute täglich, um ihr Gemüse und Obst einzukaufen.

Nachbarin, die jeden Tag zum Einkaufen kommt

Projekt wird offiziell wahrgenommen

Die Regierung Kilifi Land hat das Projekt wahrgenommen und als sehr positive Initiative beurteilt. Das wird dazu führen, dass außer dem schon gesponserten Zaun und Schulungsmaßnahmen weitere Unterstützung folgen wird.

Montag, 28. Februar 2022

Wir treffen uns mit dem Committee. Wir klären deren unrichtige Annahme der Fehlbeträge. WEIKE hat die Pacht-Beträge alle vollständig bezahlt, wir können die Zahlungsbelege vollständig vorlegen. Das Committee bestätigt, dass sie sich getäuscht hatten.

Dann geht es noch um die die neue Pacht. Zu unserer großen Verwunderung sollte diese um 50 % auf 3.000 Ksh / Monat steigen. Wir können darlegen, dass die Pacht in Deutschland für ein vergleichbares Land nur bei ca. 60-80 Euro / Jahr liegt. Außerdem berufen wir uns auf unseren 2020 abgeschlossen Vertrag, der für 25 Jahre gilt. Das Committe willigt schließlich ein.

Dienstag 1. März 2022

Sifah hat die Idee, dass Studierende und wir alle einen Baum pflanzen. Die Idee wird begeistert angenommen. Reent und Sifah fahren am Vormittag in eine Baumschule und besorgen 11 Bäume (Mango, Zitrone, Organe) zum Einpflanzen. Am Nachmittag kommen wir alle aufs Feld. Jede / Jeder pflanzt den eigenen Baum unter professioneller Anleitung von Reent und Hilfe von Sammy ein.

Insgesamt 11 Bäume haben wir eingepflanzt.

Pflanzung von Bäumen mit den Studierenden
Zitronenbaum von Belinda

Mittwoch, 2. März 2022

Wir treffen nochmal das Committee und können alles regeln.
Wir zahlen die Pacht für März 2022 – März 2023 (24.000 ksh) gemäß unserem Vertrag. Das Committee wird beim Engländer, dem das Land gehört, beantragen, ein weiteres Stück Land für die Erweiterung unsres Felds zu bekommen.

Donnerstag, 3. März 2022

Reent, Sissi und Yvonne fliegen zurück um 12:00 von Mombasa.
Es war ein sehr kompakter, aber durchaus positiver und glücklicher Aufenthalt.

Die Ursprünge von WEIKE – Ein Podcast

Wo liegen eigentlich die Ursprünge von WEIKE und unserem Projekt? Sissi und Reent waren zu Gast im Eigendenker Podcast. Dort berichten Sie ausführlich darüber, wie alles entstanden ist, was die Beweggründe waren, das Projekt zu starten, und wie die aktuelle Lage vor Ort ist.

Hier geht’s zum Teaser:

… und hier zum kompletten Postcast (ca. 1h):

Vielen Dank an Marlon von Eigendenker Postcast für das Interview und die Veröffentlichung!

Studierendenprojekte zur Unterstützung unserer Projekte in Kilifi

Im Rahmen des Kooperationsprojekts ADDI (ADaptive DIgitale Lernsysteme für den Ausbau der Technischen Kommunikation und den multikulturellen, multimedialen Austausch in Deutschland und Kenia) im Masterstudiengang Kommunikation und Medienmanagement an der Hochschule Karlsruhe wurden in diesem Sommersemester mehrere Masterprojekte unter Beteiligung der zwei kenianischen Austauschstudierenden der Pwani Universität in Kilifi, Ann und Timothy, durchgeführt. Die Ergebnisse können für die von WEIKE geplanten Projekte für die Frauen in Kenia genutzt werden.

Das ADDI-Projekt wird im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende – BWS plus, einem Programm der Baden-Württemberg Stiftung für 3 Jahre gefördert.

Hier möchten wir gerne die Projekte und ihre Relevanz für WEIKE kurz vorstellen. Die ausführlicheren Berichte der Studierenden sind im Projektportal des Studiengangs KMM-Master zu finden.

 

Agrikultur in Kilifi County

Gewächshaus in KilifiEin Projektteam erarbeitete zielgruppengerechte Schulungsunterlagen über den Anbau und die Pflege von Pflanzen und Bäumen in Kilifi County, die sehr gut für unser Landwirtschaftsprojekt genutzt werden kann. Die Auswahl der Pflanzen, deren Anbau für Anfänger gut geeignet ist und deren Standortbedingungen in Kilifi erfüllt werden können, fand in enger Zusammenarbeit mit der kenianischen Austauschstudentin Ann und in Rücksprache mit einem Experten aus Kenia statt. Aus den erarbeiteten Informationen kann ein Ringbuch erstellt werden, welches die Frauen bei ihrer Arbeit auf dem Feld unterstützen soll. Ausführliche Schulungsunterlagen wurden für die Zielgruppe Trainer erstellt, die die Frauen in den Workshops zum landwirtschaftlichen Anbau schulen sollen. Des Weiteren gibt es eine Website, die sich an die Trainer und an die Landbesitzer richtet, um jederzeit über den aktuellen Stand des Landwirtschaftsprojekt zu informieren.

>> Projektbericht „Agrikultur in Kilifi County“ auf kmmmaster.de

Family Planning

Workshop zu Verhütungsmethoden in KilifiEin weiteres Projektteam erstellte zielgruppengerechte Informationen zum Thema Family Planning. Da in vielen Ländern Afrikas, so auch in Kenia, Themen wie Sexualität und Verhütung tabu sind, herrscht viel Mythus und Unkenntnis über Verhütung und die vielfältigen Methoden. Dies führt zu ungewollten Schwangerschaften und damit verbundenen Schulabbrüchen, durch die die betroffenen Frauen und Mädchen in einen Armutskreis geraten, aus dem sie selbst nicht mehr herauskommen. Um hier bei der Ursache anzuknüpfen, führt unsere Partnerorganisation Uwezo Development Initiative (UDI) Workshops in den Dörfern rund um Kilifi durch, um Frauen und Männer in den abgelegenen Dörfern über verschiedene Verhütungsmethoden zu informieren. Im Rahmen des Masterprojekts an der Hochschule Karlsruhe haben die Studierenden gemeinsam mit dem kenianischen Studenten Timothy zielgruppengerechte Informationen in 3 Sprachen (Englisch, Deutsch und Swahili) erarbeitet, die vor Ort eingesetzt werden können. Belinda und Jenni, zwei der Masterstudierenden werden von September bis Dezember 2018 im Rahmen eines Auslandssemesters vor Ort in Kilifi sein, um an dem Projekt weiterzuarbeiten und das Lernmaterial an die Menschen vor Ort heranzutragen und zu optimieren.

>> Projektbericht „Family Planning“ auf kmmmaster.de

Sonnenbrunnen

Sonnenbrunnen in KeniaIn einem weiteren Masterprojekt ging es um das Thema solarbetriebener Brunnen. Mit der Sahay Solar Engineering UG war bereits ein Unternehmen aus Karlsruhe gegeben, das solarbetriebene Brunnen in afrikanischen Raum anbietet, was Potenzial für eine Zusammenarbeit mit WEIKE bietet. Durch solarbetriebene Brunnen kann zum einen eine saubere, zuverlässige Wasserversorgung gewährleistet, und zum anderen eine nachhaltige Bewässerung der Pflanzen, die die Frauen für den Verkauf und Eigenbedarf anbauen, ermöglicht werden. Das Ergebnis des Masterprojekts sind aufbereitete Informationen in Form einer Broschüre, einem Flyer und einer Website.

>> Projektbericht „Sonnenbrunnen“ auf kmmmaster.de

 

Lernplattform Karlifi

Lernplattform karlifi.org

Kern des ADDI-Projekts ist die nachhaltige Entwicklung einer gemeinsamen Lern- und Austauschplattform zwischen der Hochschule Karlsruhe und der Pwani Universität in Kenia, die eine weitere Projektgruppe initial aufgebaut hat. Die Plattform karlifi.org dient ab sofort dazu, in Kenia und Deutschland langfristig gemeinsam zielgruppen- und kulturspezifische Inhalte zu entwickeln. Diese sollen von Studierenden, Dozenten und allen an WEIKE beteiligten Personengruppen (z.B. Trainer und Frauen) genutzt werden können. Neben spannenden Erfahrungsberichten zum Austausch der Studierenden werden auf der Plattform auch die Projekte zu den Themen Agrikultur, Family Planning und Sonnenbrunnen präsentiert.

>> Projektbericht „Lernplattform Karlifi“ auf kmmmaster.de

 


Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifi­zier­ten Stu­dierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr erhalten mehr als 1.000 junge Menschen ein Baden-Württem­berg-STIPENDIUM.
www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus

Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. 2011 wurde das mit jährlich ca. 800.000 Euro dotierte Programm zum ersten Mal ausgeschrieben und unterstützt inzwischen mehr als 50 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen.

Stiftungsprofil

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Würt­tem­berg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verant­wortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.
www.bwstiftung.de

BWS Plus

 

 

Heute ist Weltfrauentag

Der 8. März …

Weltfrauentag… ist der alljährliche Weltfrauentag – ein Tag, der im Kampf um Gleichberechtigung und Emanzipation von Frauen entstanden ist. In Deutschland und vielen Ländern Europas, so wie in den USA sind Frauenbewegungen und Feminismus schon lange, zum Teil seit dem 18. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil der Beseitigung von gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und Benachteiligung und wenn auch noch nicht alle Ziele erreicht sein mögen, haben diese Bewegungen – im internationalen Vergleich betrachtet – viel zur verbesserten Stellung der Frauen beigetragen.

 

Doch wie sieht es in Kenia aus?

Frauenbewegungen in Kenia sind zwar vorhanden, lassen sich jedoch meist nur als temporär charakterisieren. Die Mitgliedschaft in Frauengruppen ist oftmals durch persönliche, verwandtschaftliche und/oder ethnische Beziehungen limitiert. Zudem werden die Funktionen verschiedener Gruppen von den Aktivistinnen nicht als komplementär, sondern als konfliktbehaftet wahrgenommen, da sich viele Unterschiede in der sozialen Differenzierung wiederspiegeln. Ländliche, in ökonomisch schwächeren Gebieten verortete Gruppierungen die den Großteil der Frauen repräsentieren empfinden die progressiveren Frauenbewegungen in urbanen Gebieten als fernab ihrer Lebensrealität. Dieses Gefüge hemmt das Entstehen eines Wir-Gefühls und damit die konstruktive Vernetzung für ein gleichberechtigtes Selbstbewusstsein.

Trotz dieser Problematik gibt es jedoch vereinzelte relativ beständige Gruppierungen. Eine führende Position hat die Federation of Kenya Women Lawyers (FIDA).

Seit 2008 existiert zudem die Bunge la Wamama Mashinani (Parlament der Frauen an der Basis). Die Bewegung setzt sich dafür ein, Frauen eine Stimme zu geben, den Zugang zum politischen und wirtschaftlichen Leben sowie zur Bildung zu fördern und die Straflosigkeit in Nairobi (für Täter von sexuellen Übergriffen an Frauen) zu bekämpfen.

Doch die Aktivistinnen müssen ein großes Opfer bringen. Die Mitglieder werden ständig zur Zielscheibe von Angriffen. Unterstützung durch die Regierung von Kenyatta erhält die Bewegung kaum. Die einzige Verbesserungschance bietet die Vernetzung mit anderen Gruppen. Weitere erschwerende Faktoren sind die Straflosigkeit von Menschenrechtsverletzungen und die Einschränkung der Pressefreiheit.

Diese Zustände möchten wir am Tag für Frauen(rechte) erwähnen, da sie auch für unser Projekt zu zwei wichtigen Schlussfolgerungen führen:

  1. Der dringende Wunsch nach besseren Lebensumständen ist in ganz Kenia (ländlich und urban) vorhanden.
  2. Die Frauen brauchen Hilfe und Schutz um ihre Anliegen schrittweise durchsetzen zu können.

Das liegt mit unserem Slogan und Namen – WOMEN EMPOWERMENT IN KENYA – auch uns besonders am Herzen!

Bericht von Angelika Mahringer

Quellen:

Heute ist Welt-Mädchentag

Der 11. Oktober ist Welt-Mädchentag (International Day of the Girl Child).

Es ist ein offizieller Aktionstag, der 2011 von den Vereinten Nationen gestartet wurde, und auf die Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen in vielen Ländern der Welt aufmerksam macht: So gehen beispielsweise 130 Millionen Mädchen weltweit nicht in die Schule, was aus einer aktuellen Studie der Entwicklungsorganisation One hervorgeht.

Die Idee zum Welt-Mädchentag entstand bereits 2003 im Rahmen der Kampagne „Because I am a Girl“ des Vereins Plan International Deutschland e.V. Der Verein startet auch heute wieder eine Aktion: Viele Wahrzeichen und Gebäude leuchten heute in einem kräftigen Pink – eine Farbe, die Lebensfreude und Zuversicht vermitteln soll.

Quelle: www.plan.de